Details
ISBN/EAN: 978-3-7518-0510-0
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
01.04.2021
01.04.2021
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
189 S.
189 S.
Format (T/L/B):
2 x 20.5 x 12.9 cm
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Hersteller:
MSB Matthes & Seitz Berlin Verlagsgesellschaft mbH
Andreas Rötzer
info@matthes-seitz-berlin.de
Großbeerenstraße 57A
DE 10965 Berlin
https://www.matthes-seitz-berlin.de/
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Beschreibung
Unter Bedingungen extremer Gewalt erscheint Widerstand kaum vorstellbar. Und doch haben Menschen immer wieder das Unmögliche gewollt, gesucht und getan. Vielfach in Form passiven Widerstands, der nicht am Erfolg, sondern nur daran gemessen werde kann, dass er sich ereignet hat. In den gängigen Erzählungen von bewaffnetem Aufstand und siegreicher Revolution bleibt er unsichtbar. Ausgehend von der Pionierleistung der frühen African American Studies und einer jüdischem Holocaustforschung avant la lettre erweist Iris Därmanns Essay die Fallhöhe gängiger Widerstandskonzepte - und macht zugleich eine andere Geschichte und Theorie des Widerstands lesbar. Von der politischen Philosophie allzu oft in den Raum des Vorpolitischen verschoben, bezeugt er politische Artikulationsformen in Gewalträumen. In der Aufmerksamkeit für Vielstimmigkeit und unsichere Grenzverläufe zeigt Widerstand seine ganze riskante Erfindungskraft, die den organisierten Lauf absoluter Gewalt irritiert und unterbricht.
Über Iris Därmann
Iris Därmann, 1963 in Witten geboren, ist Professorin für Kulturtheorie und Kulturwissenschaftliche Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu ihren Veröffentlichungen gehören u. a. Fremde Monde der Vernunft. Die ethnologische Herausforderung der Philosophie (2005) sowie Figuren des Politischen (2009) und die Kulturtheorien zur Einführung (3. Auflage 2017). 2022 wurde sie mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet.