Beschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Romanistik - Französisch - Literatur, Note: 1,0, Universität Osnabrück (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften), Veranstaltung: Nationale Identität und Alterität in der spanischen und französischen Literatur (1897-1930), Sprache: Deutsch, Abstract: "[Benda] connaît admirablement son temps; il lit avec soin ce qui paraît, mais tout ce quil y découvre le confirme dans son opposition. Il réussi ce rare exploit de sattirer la haine de pratiquement tous les écrivains et penseurs de son époque." (Beaumarchais u.a. 1994).
Dieses Zitat über Julien Benda, den Autor des Essays "La Trahison des clercs", in dem er seine Theorie über die gesellschaftliche Verantwortlichkeit der Intellektuellen darlegt und den seiner Meinung nach auf der Seite der Gelehrten vorliegenden Verrat begründet, zeigt, dass sich Benda mit seinen literarischen Werken gelinde ausgedrückt nicht beliebt gemacht hat. Im Gegenteil, er wird als einer der wenigen hingestellt, die es geschafft haben, den Hass fast aller zeitgenössischen Intellektuellen auf sich zu ziehen.
Dem interessierten Leser stellen sich folgende Fragen:
Wie kommt es, dass Benda kein gutes Haar an den Intellektuellen seiner Zeit lässt& nur Kritik für sie, ihr Leben und ihre Werke übrig hat? Warum bevorzugt er die literarischen Werke längst verstorbener Autoren? Ist er zur falschen Zeit geboren? Wo in seinem Werk lassen sich Hinweise auf seine Vorstellung zum
Aufbau bzw. zum Erhalt von nationaler Identität und Alterität finden? Vielleicht gelingt es mir, im Laufe dieser Arbeit
einige der Fragen zu beantworten. Zu diesem Zweck habe ich folgende Gliederung vorgenommen: Zu Beginn werde ich über das Leben Julien Bendas und seine literarischen Werke berichten. Im Anschluss werde ich mich meiner eigentlichen Aufgabe widmen, der Analyse des im Jahre 1927 erschienenen Werkes "La Trahison des clercs". Im Folgenden werde ich ein Résumé des Werkes anfertigen, in dem die wichtigsten inhaltlichen Aspekte des Essays dargelegt werden. Bevor ich zur Schlussbemerkung komme, möchte ich einiges zur nationalen Identität und Alterität herausarbeiten.
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